-Kuhstall und mehrere hundert Strohballen abgebrannt-
Bei einem Großfeuer auf einem Bauernhof
in Echem (SG Scharnebeck) ist in der
Nacht zu Montag ein Sachschaden von
mind. 1 Mio. € entstanden. Als
Brandursache wird Brandstiftung
vermutet.
Nachdem die Einsatzkräfte der
Feuerwehren aus der Samtgemeinde
Dahlenburg bereits am Nachmittag
gefordert waren traf es in der Nacht zu
Montag die Feuerwehren der Gemeinde
Scharnebeck. Innerhalb weniger Wochen
wurden Sie erneut zu einem Großfeuer
alarmiert. Diesmal brannte es auf dem
Anwesen
„Soltau“ in Echem.
Gegen 01.40 Uhr wurde von der Feuerwehr
– und Rettungsleitstelle des
Landkreises Lüneburg Großalarm für die
Feuerwehren Echem, Jürgenstorf,
Lüdersburg, Hohnstorf, Hittbergen,
Barförde, Brietlingen und Scharnebeck
ausgelöst. Somit wurden die Züge 1, 3
und 4 der Samtgemeinde Feuerwehr in
Marsch gesetzt.
Die Meldung lautete :
„Brennt Kuhstall, Hof Soltau, in
Echem !“.
Auch dieses mal wies ein weithin
sichtbarer Feuerschein den
Einsatzkräften den Weg. Beim Eintreffen
des ersten Fahrzeuges der Feuerwehr
Echem, brannte es an zwei Stellen
gleichzeitig. Ein Kuhstall und eine
Reihe Strohballen an zwei ca. 100m
voneinander entfernten Standorten
standen im Vollbrand.
Zunächst wurden noch Kühe in dem als
Melkstall verwendeten Gebäude vermutet.
Dies bestätigte sich im weiteren Verlauf
des Einsatzes nicht. Was jedoch zunächst
eine starke Vermutung war, wurde später
von der Polizei nach derzeitigem
Ermittlungstand bestätigt : die
Wahrscheinlichkeit für Brandstiftung
liegt sehr hoch.
Die Wehren unter Leitung des stell.
GemBM Wolfgang Pingel, begannen sofort
mit einen massiven Löschangriff.
Parallel musste der Kuhstall und die
Strohmiete gelöscht, ein Wohnhaus, und
zwei weitere Nebengebäude mit
Riegelstellung vor einem Übergreifen der
Flammen geschützt und gleichzeitig eine
weitläufige Wasserversorgung aufgebaut
werden.
Es wurden zwei Einsatzabschnitte
gebildet :
A) Löschen der Strohballen, bzw.
Aufbauen einer Wasserversorgung hierfür,
und
B) Löschen des Stalls und Halten des
Wohnhauses.
Das brennende Gebäude war jedoch nicht
mehr zu halten. Unter lauten Zerknallen
der Eternitbedachung wurde es völlig
zerstört. Auch die Rundballen ließ
wurden ein Raub der Flammen.
Zwischenzeitlich trafen zwei RTW und ein
Notarzt, sowie im weiteren Verlauf der
OrgaLtr. Rettungsdienst und der leitende
Notarzt (LNA) an der Einsatzstelle ein.
Das Besitzerehepaar, deren Tochter,
sowie mehrere Angehörige musste betreut
werden.
Der Landwirt hatte es wohl noch
geschafft, Gerätschaften aus dem ca. 20
x 40m großen Stall zu schaffen, dennoch
entstand, nach ersten Schätzungen der
Polizei, ein Schaden von ca. einer
Million Euro.
Der Feuerwehr gelang es einen noch
größeren Schaden zu verhindern, die
Nebengebäude (eine weitere Scheune und
ein weiterer Kuhstall) konnten gehalten
werden.
Die Wasserversorgung bereitete den
Einsatzkräften jedoch zunächst
Schwierigkeiten. Es mussten insgesamt 12
C, 1 B
– Rohre versorgt werden. Sie
wurden über Hydranten, Bohrbrunnen und
dem rund 800m entfernten Fluß Wetter
gespeist.
Weiterhin waren rund 12 Trupps unter
schwerem Atemschutz in Schwerstarbeit im
Einsatz.
Die im hinteren Bereich des Anwesens
liegenden Strohballen ließ man
kontrolliert abbrennen. Unter
Zuhilfenahme von 2 Druckbelüftern und
später einem Radlader, der das Brandgut
auseinander zog, dauerten die
Löscharbeiten bis in die Mittagsstunden
an.
Die Polizei hat die Ermittlungen zum
Hergang und zur weiteren Brandursache
aufgenommen. Hinweise
an die Polizei in Lüneburg unter Tel.:
04131/292215
Eingesetzte Kräfte und Fahrzeuge :
Stärke insgesamt : 165 Kräfte
FF Echem : LF 16/24, MTW, GW-Mess,
FF Jürgenstorf : TSF
FF Lüdersburg : TSF
FF Hohnstorf : LF 20/24, MTW
FF Hittbergen : MTW
FF Barförde : TSF
FF Brietlingen : ELW 2,
FF Scharnebeck : KdoW, TLF 16/25, LF
16/12, ELW 1
FF Rullstorf : TSF,MTW
FF Boltersen : MTW
FTZ : LKW, RW2
Rettungsdienst : 2 RTW, 1 Ltd. Notarzt,
ELRD
Polizei : 2 Fz.
Sonstige : KBM, GemBM Scharnebeck,
stellv. GemBM Scharnebeck, B.v.D.
Scharnebeck, KPW, stellv. KPW,
Bericht: Andreas Apeldorn, KPW Lüneburg
Bild: Andreas Apeldorn, KPW Lüneburg











